Kultur : Das Programm

Lars von Triers neuer Film mit der Sängerin Björk und Catherine Deneuve, "Dancer in the Dark", Ken Loachs "Bread and Roses", James Ivorys "The Golden Bowl", "O Brother Where Art Thou" von Joel Coen, Nagisa Oshimas "Gohatto" und Wong Kar-weis "In the Mood for Love" - das sind einige der Wettbewerbs-Höhepunkte des kommenden 53. Filmfestivals von Cannes (10. bis 21. Mai). Außerdem gestern gemeldet im 19 Filme umfassenden Wettbewerb: neue Filme von Roy Andersson, Shinji Aoyama, Amos Gitai, James Gray, Ruy Guerra, Kwon Taek Im, Wen Jiang, Amos Kollek, Neil Labute, Pavel Lounguine, Samira Makhmalbaf, Liv Ullmann und Edward Yang. Eröffnet wird das Festival mit Roland Joffés "Vatel", Abschlussfilm wird "Stardom" von Denis Arcand sein. Außer Konkurrenz werden unter anderem Ang Lees "Crouching Tiger, Hidden Dragon" und Brian de Palmas "Mission to Mars" gezeigt. Die zehnköpfige Jury wird von Regisseur Luc Besson geleitet, aus Deutschland ist die Schauspielerin Barbara Sukowa dabei.

Deutsche Filme finden sich wie in den vergangenen Jahren nur in den Nebenreihen. In der "Quinzaine des réalisateurs" wird Oskar Roehlers "Die Unberührbare" - siehe nebenstehende Artikel - seine internationale Premiere feiern, in der Sektion "Un certain regard" ist Jan Schüttes "Abschied" zu sehen, ein Film über die letzten Tage Bert Brechts mit Sepp Bierbichler in der Hauptrolle. In "Un certain regard" wird unter anderem auch der dänische Dogma-Film Nr.4 gezeigt, "The King is Alive" von Kristian Levring.

Das 53. Festival von Cannes wird das letzte unter der unmittelbaren Verantwortung von Gilles Jacob sein. Jacob, Festivalchef seit 1977, rückt Anfang Juli, kurz nach seinem 70. Geburtstag, auf den Präsidentenposten - als Nachfolger des 75-jährigen Pierre Viot. Ob der Moderator und Filmproduzent Olivier Barrot, geboren 1948, Jacob dann in dessen Leitungsfunktion beerbt, ist noch offen. Anfang Februar wurde er zunächst als künstlerischer Berater eingestellt.

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