Kultur : Das sechste Element

Major Don West (Matt LeBlanc aus der TV-Serie "Friends") ist ein verspielter Held und steht dazu: "Keine Zeit für Späße? Warum dann den Planeten retten?" Der Satz faßt die Botschaft des Science-Fiction-Spektakels "Lost in Space" zusammen, das eine alte Geschichte mit ungewöhnlichen Mitteln erzählt.Die Erde wird diesmal nicht durch herumfliegende Meteoriten, sondern durch Rohstoffknappheit bedroht, doch wie bei "Deep Impact" und "Armageddon" bringt auch hier eine Fahrt ins All die Rettung.

Professor Robinson (William Hurt) fährt mit Frau, Sohn, zwei Töchtern und dem jungen Major West zum Planeten Alpha Prime, auf den die Erdenbewohner evakuiert werden sollen.Eine phantastische Reise und eine gefährliche dazu: Dr.Zachary Smith (Gary Oldman, Schurke vom Dienst) hat sich als blinder Passagier an Bord geschlichen und versucht, die Mission zu sabotieren.Inhaltlich also nichts Neues unter der Sonne oder im All.Sehenswert ist "Lost in Space" jedoch wegen der guten Laune aller Beteiligten, die vor allem bei dem in letzter Zeit recht blaß agierenden William Hurt überrascht.Und dann erst die Ausstattung! Stephen Hopkins läßt Maschinen genauso ehrfurchtsvoll von der Kamera umkreisen wie seine Stars; seit dem "Fünften Element" hat kein Science-Fiction-Film mehr so viel Freude an der visuellen Gestaltung zum Ausdruck gebracht wie dieser.

Man sieht: Ein Film, der laut und bunt ist, muß deswegen nicht zwangsläufig die Nerven strapazieren.Es muß nur jemand auf dem Regiestuhl sitzen, der die Effekte richtig dosieren kann. F.N.

Auf 18 Berliner Leinwänden, Originalversion im Cinemaxx Potsdamer Platz

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