Defekt : Au revoir, Chéri: Film abgebrochen

Die tausend Zuschauer hatten sich auf den neuen Michelle-Pfeiffer-Film gefreut, doch der Kinoabend im Friedrichstadtpalast war abrupt beendet. Ursache war allerding kein Filmriss.

Berlinale 2009: "John Rabe"
Außen hell, innen dunkel. Im Friedrichstadtpalast musste eine Vorstellung abgebrochen wernden. -Foto: ddp

Es war kein Filmriss, den die rund Tausend Zuschauer am späten Mittwochabend im Friedrichstadtpalast erlebten. Aber die Wirkung war die gleiche: Abbruch der Vorführung von „Chéri“, einem Wettbewerbsbeitrag, und ein enttäuschtes Publikum. Außerdem blieb die Erkenntnis, dass auch im digitalisierten Kino einiges schief gehen kann. Dabei glaubten viele Zuschauer zunächst noch an einen formalen Kunstgriff des Regisseurs, als nach einem Drittel des Films – die Kurtisanen führen gerade eins ihrer hübschen Wortgefechte – auf der Leinwand nur noch die roten Umrisse der Figuren zu erkennen waren. Nach wenigen Minuten war jedoch klar: Der Beamer, der die digitale Kopie ausstrahlt, ist defekt. Film aus, Licht an. Auf Deutsch sagt eine Frau, dass ein Techniker „eingeflogen“ werde. Nach zehn Minuten macht sich Unruhe breit, die ersten gehen. Dann erneut die Frauenstimme, diesmal auch auf Englisch: „Bitte geben Sie Ihre Karten dort zurück, wo Sie sie gekauft haben.“ lich

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