Kultur : Delikatessen

Was das Berliner Konzerthaus plant

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Zu den Sahnetorten der Berliner Säle, scherzte der technische Direktor des Konzerthauses bei der JahresPressekonferenz, nehme sich der neue Werner-Otto Saal aus „wie ein schöner, schwarzer Mokka.“ Beim Tag der offenen Tür am 11. Mai ist der ultramoderne Probensaal erstmals zu besichtigen. Dann kann man auch die Saisonbroschüre 2003/04 mitnehmen, die verrät, welche musikalische Festessen in dieser Designerküche serviert werden. Statt eines Mottos gibt es diesmal mehrere Schwerpunkte: Geburtstagstorten werden für Antonín Dvorák, Leos Janácek und Hector Berlioz (dessen konzertantes Schaffen Berliner Symphonieorchester im Herbst präsentieren) gebacken. Ein Stück von 20Prozent am Kuchen der 277 Eigenveranstaltungen kann sich der Nachwuchs abschneiden: unter anderem mit Sahneschnitten wie der „Cinderella“-Oper der französischen Diva Pauline Viardot. Üppig bleibt man bei der Profilierung mit Alter Musik, unter anderem mit dem „zeitfenster“-Festival im Frühjahr 2004. Zwei opulente neue Rezepte von Hans Zender und Friedrich Goldmann bereitet dagegen das BSO zu; Namen, die mit dem modernen Design des Probenorts dafür bürgen, dass auch im Bereich der Neuen Musik hier künftig nicht Schmalhans Küchenmeister sein soll (Infos unter: www.konzerthaus.de ). cani

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