Denzel Washington : "Ich mache, was ich mag"

Trotz weltweiter Erfolge in gut 30 Jahren Filmgeschäft hat sich Denzel Washington die nötige Distanz zu seinem Beruf bewahrt. "Mein Job ist das, was ich tue, aber nicht das, was ich bin", sagt er.

Berlin - Die Arbeit ermögliche ihm zwar gut zu leben. Jedoch sei sie nicht das Wichtigste in seinem Leben, betont der 51-Jährige. Natürlich freue er sich über die Anerkennung seiner Filme, allerdings verbringe er seine Zeit lieber im Kreise seiner Familie. Während der Dreharbeiten versucht der zweifache Oscar-Preisträger ("Training Day"), "zumindest jedes Wochenende zu Hause zu sein". Hier könne er sich entspannen, selbst wenn es nur für kurze Zeit sei.

Die Auswahl seiner Produktionen trifft Washington ("Malcolm X") nicht nach einem bestimmten Muster: "Wenn ich ein Buch mag, dann mache ich es und wenn nicht, dann nicht." An seinem neuen Hightech-Thriller "Déjà Vu" unter der Regie von Tony Scott habe ihn besonders der von ihm verkörperte Protagonist Doug Carlin gereizt. Der Agent bekommt mittels einer Zeitmaschine die Gelegenheit, das verheerende Attentat auf eine Fähre in New Orleans zu verhindern.

"Das ist faszinierend, ob das nun tatsächlich möglich ist oder nicht", erklärt Washington, der die technischen Zusammenhänge der Geschichte nicht begriffen hat. Schließlich habe seine Figur das ebenfalls nicht. "Abgesehen davon denke ich, dass man das nicht so ernst nehmen sollte", sagt der Mime. Das Projekt, das sich an dem Bombenanschlag in Oklahoma City im April 1995 orientiert, "ist nur ein Film".

Unterstützung für New Orleans

Unterdessen hofft der Vater von vier Kindern, dass durch den Streifen weitere Filmemacher die Südstaatenmetropole New Orleans wieder entdecken, die durch den Hurrikan Katrina im August 2005 stark zerstört wurde. "Es ist gut für die Stadt, wenn die Industrie zurückkehrt, Investitionen getätigt und Einheimische beschäftigt werden", sagt Washington, der 2007 auch wieder als Regisseur arbeiten möchte. Ansonsten habe er keine konkreten beruflichen Vorstellungen für die Zukunft: "Ich mache, was ich mag. Dabei schaue ich auch nicht zurück und bewerte, was ich bislang gemacht habe." (tso/ddp)

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