Kultur : Der Bundestag lehnt ein Nationaldenkmal ab

Der Bundestag hat am Jahrestag des Mauerfalls den Bau eines Nationaldenkmals für Freiheit und Einheit auf dem Berliner Schlossplatz abgelehnt. Es sollte nach dem Willen der Befürworter auf der Schlossfreiheit das 1950 demontierte Reiterstandbild Kaiser Wilhelms I. ersetzen. Die Gegner halten die Zeit für ein solches Denkmal noch nicht für gekommen. FDP-Generalsekretärin Pieper meinte, das Denkmal wäre auch "ein Zeichen eines neuen nationalen Selbstbewusstseins". Der CDU-Abgeordnete Nooke betonte, Berlin-Besucher könnten dann vom sowjetischen Ehrenmal über Reichstag, Brandenburger Tor und Holocaust-Mahnmal am Standbild Friedrichs des Großen und der Neuen Wache vorbei zum Nationaldenkmal gelangen. Der PDS-Abgeordnete Fink erinnerte an die noch ausstehende Gesamtkonzeption für den Schlossplatz. In dem Gruppenantrag von 177 Abgeordneten heißt es, nur auf dem Schlossplatz könne die Vielschichtigkeit deutscher Geschichte sichtbar gemacht werden.

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