• Der ehemalige Schauspieler des Wiener Burgtheaters ist im Alter von 77 Jahren gestorben

Kultur : Der ehemalige Schauspieler des Wiener Burgtheaters ist im Alter von 77 Jahren gestorben

Der österreichische Schauspieler Walther Reyer ist in der Nacht zum Montag kurz nach seinem 77. Geburtstag in Tirol gestorben. Dies teilte das Wiener Burgtheater am Montag mit. Der Künstler, der vierzig Jahre lang dem Ensemble der "Burg" angehörte, wurde auch durch Literaturverfilmungen und Fernsehspiele bekannt. In den 70er Jahren war Reyer häufiger Gast in Krimiserien wie "Der Kommissar" und "Derrick". Bei den Salzburger Festspielen spielte er den "Jedermann". Reyer zeichnete sich durch seine kultivierte Ausstrahlung und großbürgerlichen Charme aus.

Reyer wurde in Hall in Tirol geboren, begann seine Laufbahn in Innsbruck und wurde im Wiener Theater in der Josefstadt in vielen Rollen als jugendlicher Held und Liebhaber bekannt. 1956 kam der Charakterdarsteller ans Burgtheater und erlangte mit gezügeltem Temperament und nobler Sprechkultur rasch große Popularität. Reyer spielte dort den Fernando in Goethes "Stella", Grillparzers König Ottokar, den Titelhelden im Marat-Stück von Peter Weiss und Richard II. in Shakespeares Königsdrama. Zu seinen bedeutendsten Rollen gehörte zuletzt der Friedrich Hofreiter in Schnitzlers "Das weite Land". Seine Karriere als Filmschauspieler begründete er als Graf Andrassy an der Seite von Romy Schneider und Karl-Heinz Böhm in Ernst Marischkas Sissy-Filmen. Auch in den späten Fritz-Lang-Filmen "Der Tiger von Eschnapur" und "Das indische Grabmal" wirkte Reyer Ende der fünfziger Jahre mit.

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