Kultur : Der erste Pinselstrich

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Painting forever!“ – so ist die Berlin Art Week überschrieben, doch steckt eine andere Botschaft dahinter. Malerei, gewiss, gern immer wieder. Aber seien wir ehrlich: „Berlin forever!“ soll es heißen. Zum zweiten Mal findet die Kunstwoche statt, mit der sich Berlin im internationalen Kalender platzieren will. Am liebsten auf Dauer.

Museen, Messen, Galerien, Off-Spaces, Sammler arbeiten zusammen, damit die Kunststadt funkelt. Denn für den Betrieb sind die Besucher mindestens so wichtig wie die Künstler. Ohne das Gemeinsame geht es nicht. Die Bündelung der Aktivitäten zeigt auch die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit im Verlauf des ganzen Jahres. Für die Macher ist es ein Versuch, sich nicht nur inhaltlich stärker zu verbünden – zumal in Zeiten schwindender Budgets. Die Nutzung der Zugkraft des jeweils anderen, der Synergieeffekt, das steht zwar im Vordergrund, aber es geht vor allem um das Langfristige.

Für die Besucher bietet die große Kunstsause in den nächsten Tagen die Gelegenheit, sich im Schnellverfahren anzuschauen, was die Stadt zu bieten hat. Wirklich zu schaffen ist das trotzdem alles nicht, selbst wenn man auch noch die restlichen 360 Tage Zeit hätte.

Die Berlin Art Week ist eine kompakte Form, die Kunstorte der Stadt von den großen Häusern bis zu den kleinen Ausstellungsorten kennenzulernen. Und der Eröffnungsabend heute in der Auguststraße ist nur der erste Pinselstrich am Gemeinschaftswerk „Painting forever!“. Eine Kunststadt malt an ihrem Erscheinungsbild. Nicola Kuhn

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