• Der Graf verkündet Ende seiner Band: Unheilig wollen sich nach Abschiedstour auflösen

Der Graf verkündet Ende seiner Band : Unheilig wollen sich nach Abschiedstour auflösen

Die Band Unheilig hat mit ihrer Mischung aus Gothic Rock und Schlagerpathos große Erfolge gefeiert. Nun kündigt der Graf, Sänger und Songwriter der Band, das Ende des Projektes an. Grund: Er will sich stärker seiner Familie widmen. Ob er solo weitermacht? Dazu schweigt er.

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Der Graf
Der GrafFoto: dpa

Der Sänger und Songwriter von Unheilig, der sich „der Graf“ nennt, hat das Ende seiner Band verkündet. Mit dem im Dezember herauskommenden Album „Gipfelstürmer“ und der im April beginnenden Tour werde „das letzte Kapitel in der Geschichte von Unheilig aufgeschlagen“, schrieb er auf der Website der Band. „Wir durften mit Unheilig Musikgeschichte schreiben“, fährt er in dem offenen Brief an seine Fans fort. Nun aber sei es „Zeit für mich, dass ich meiner Familie einen Teil des Glücks zurückgeben möchte, welches ich durch sie erleben durfte“. Der Graf hatte Unheilig 1999 mit Grant Stevens und José Alvarez-Brill in Aachen gegründet. Im Jahr 2001 kam das Debütalbum "Phosphor" heraus.

2002 verließen der Australier Stevens, der als Komponist und Texter unter anderem für Jürgen Marcus, Chris Norman und Jennifer Rush gearbeitet hatte, sowie Alvarez-Brill, der Platten für die Dark-Wave-Band Wolfsheim und den NDW-Veteranen Joachim Witt produziert hatte, die Gruppe. Seitdem ist Unheilig quasi das Ein-Mann-Projekt des Grafen, der nur für die Tourneen Gastmusiker anheuert, zuletzt den Keyboarder Henning Verlage, den Gitarristen Christoph Termühlen und den Schlagzeuger Martin Potthoff. Es dauerte einige Zeit, bis Unheilig mit ihrer aus Gothic Rock und Schlagerpathos gemischten Musik größere Erfolge feiern konnten. Den kommerziellen Durchbruch feierten die der "Neuen Deutschen Härte" zugerechneten Wave-Popper erst 2010 mit ihrem sechsten Studioalbum "Große Freiheit", das in Deutschland und Österreich ein Nr.-1-Hit wurde. Sie verkauften rund 3,6 Millionen Tonträger, ihre Gruftballade „Geboren um zu leben“ gilt inzwischen als Klassiker der modernen Beerdigungsmusik.

Ob er seine Musikkarriere solo fortführen wird, ließ der Graf, dessen bürgerlicher Name bis heute unbekannt geblieben ist, offen. "Ich weiß sehr wohl, dass ich jedem Einzelnen von euch sehr viel zu verdanken habe! Daher werde ich auch nicht einfach so von heute auf morgen mit der Musik aufhören oder verschwinden", verspricht er in dem Abschiedsbrief. "Aber das kommende Album ,Gipfelstürmer' läutet nun die Abschiedsära von Unheilig ein. Ich habe alle musikalischen Träume gelebt und in den Unheilig Liedern auf ewig festgehalten. ,Lebe wohl' zu sagen ist nie leicht. Es liegt in unserer Natur, an Dingen festzuhalten, die wir mögen oder lieben. Allerdings hat alles seine Zeit"

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