Kultur : Der Hauptdarsteller aus "23" wurde als einer der Shooting Stars 2000 ausgezeichnet

hema

Nina Hoss und August Diehl sind seit gestern sozusagen die öffentlich anerkannten Senkrechtstarter Deutschlands. Sie gehören zu den 18 "Shooting Stars 2000" aus 14 europäischen Ländern, die die European Film Promotion zum dritten Mal einem breiten internationalen Publikum vorstellte. "Mit der Aktion Shooting Stars möchten wir auf junge Gesichter des europäischen Films aufmerksam machen", sagte Renate Rose, Geschäftsführerin der European Film Promotion. "Viele talentierte junge Schauspieler, die in ihren Heimatländern schon ein Publikum haben, sind hoch motiviert, auch international zu arbeiten."

Dazu gehört nun August Diehl. Ihm gelang mit seiner ersten Kinorolle in dem Film "23 - Nichts ist so wie es scheint" 1999 der Durchbruch auf der Leinwand. Für seine Rolle eines besessenen Computer-Hackers wurde er als bester Nachwuchsdarsteller mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet. Nina Hoss gab ihr Kinodebüt in der Thomas-Mann-Verfilmung "Der Vulkan". Ihren Durchbruch hatte sie als "Mädchen Rosemarie". Das war der blonden Stuttgarterin damals nicht zu Kopf gestiegen. Sie beendete die Schauspielschule "Ernst Busch" in Berlin und ging ans Deutsche Theater, an dem sie mit Rollen wie "Minna von Barnhelm" "schauspielerisches Selbstbewusstsein" entwickelte, wie sie einmal sagte. Das zeigte sie auch gestern. Mit dem Titel Shooting Star habe sie keine Probleme, sagte die junge Schauspielerin, und unterschied sich damit von einigen ihrer ebenfalls ausgezeichneten Kollegen. Ob es aber Daniel Craig aus Großbritannien, Caroline Ducey aus Frankreich, Nadja Hüpscher aus Holland, Thure Lindhardt aus Dänemark, Fele Martinez aus Spanien, oder Nina Proll aus Österreich war - eines wollte gestern keiner der Nachwuchsdarsteller: in der Haut von Leonardo di Caprio stecken. Eine Horrorvorstellung sei schon der Gedanke, äußerten die jungen Stars unisono und auch etwas mitleidig.

Allesamt freuten sie sich dann abends über ihre kleinen Bären, die Juwelier Bucherer vom Kurfürstendamm bei einer Berliner Kunstgießerei fertigen ließ und erstmals den Nachwuchsdarstellern spendierte. Deren diesjährige Mentorin Jeanne Moreau konnte die Ehrung ihrer Schützlinge gestern Abend im Berlinale-Palast durch Festivalleiter Moritz de Hadeln nicht miterleben - sie musste nach Paris zurück.

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