Kultur : Der Heimat stets treu

„Ach, so denkt er, diese Welt/Hat doch viel, was nicht gefällt.“ Sinniert Tobias Knopp, der kleine runde Spießer, dessen Abenteuer der geniale Witzbold Wilhelm Busch so unnachahmlich aufgeschrieben und aufgezeichnet hat. Aber wer war Wilhelm Busch selbst? Zeichner, Dichter, Satiriker, Künstler, Menschenkenner und Philosoph: In ihrer lesenswerten Biografie „Ich wollt, ich wär ein Eskimo“ zeichnet Gudrun Schury das Leben des Mannes aus dem niedersächsischen Kaff Wiedensahl nach, der über sein Privatleben nur wenig nach außen dringen ließ. Schury versucht auch, dem weitgehend unbekannten Maler Busch gerecht zu werden. Der blieb seiner Heimat stets innerlich treu und setzte ihr mit seinen Figuren ein Denkmal. Zum Beispiel mit „Max und Moritz“, die ihm Weltruhm brachten und zum Urvater des Comicstrips werden ließen. wez

Gudrun Schury: Ich wollt, ich wär ein Eskimo. Das Leben des Wilhelm Busch. Aufbau-Verlag, Berlin 2007. 412 S., 24,95 €.

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