Kultur : Der Mann aus dem Westen

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Er ist einer der bedeutendsten Regisseure des Welttheaters, ein Magier der Farbe und der Slow Motion: Bob Wilson wurde 1941 in Waco/Texas geboren. 1969 brachte er in New York seine ersten großen Stücke heraus: „The King of Spain“ und „The Life and Times of Sigmund Freud.“

Es folgten „Deafman Glance“ und – der internationale Durchbruch – „Einstein on the Beach“ . 1979 arbeitete er zum ersten Mal in Berlin: „Death, Destruction and Detroit“ , eine legendäre Produktion der Schaubühne (Teil 2 hatte 1987 Premiere). Mitte der Achtziger reiste er mit seinem Riesenprojekt „the CIVIL warS“ um die Welt, die deutsche Station war Köln.

Damals begann die Freundschaft mit dem Dramatiker Heiner Müller , dessen „Hamletmaschine“ Wilson 1986 exemplarisch in Szene setzte (Hamburg/New York). Meilensteine sind Wilsons Inszenierungen „The Black Rider“ , „Orlando“, „Woyzeck“.

Bob Wilson ist Regisseur, Designer, Bildender Künstler und Kunstsammler. In Watermill , Long Island, hat er sein eigenes Kunstzentrum aufgebaut. Dort bereitet er generalstabsmäßig seine zahllosen internationalen Projekte vor. In Berlin inszenierte Bob Wilson zuletzt am Deutschen Theater „Caligari“, am Berliner Ensemble wurde die neue Spielzeit mit einer Wiederaufnahme von „Leonce und Lena“ eröffnet. Wilson arbeitete u. a. mit Tom Waits, Lou Reed, Philip Glass, Laurie Anderson, Jessye Norman, Allan Ginsberg, Susan Sontag.

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