Kultur : Der moralische Lebemann

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Er ich Maria Remarque ,

geboren am 22. Juni 1898 in Osnabrück als Erich Paul Remark, verkaufte nach seiner Zeit als Soldat im Ersten Weltkrieg Grabsteine, spielte Orgel im Irrenhaus, schrieb Werbetexte für die Gummiwerke Continental, verfasste Theaterkritiken und arbeitete in Berlin als Redakteur von „Sport im Bild“. Seinen Durchbruch als Schriftsteller hatte er 1929 mit dem Weltbestseller „Im Westen nichts Neues“ . Schon der Vorabdruck des Romans Ende 1928 in der Berliner „Vossischen Zeitung“ sorgte für Furore: Militaristische und deutschnationale Kreise sahen die „Ehre des deutschen Frontsoldaten“ durch Remarques realistische Schilderungen verunglimpft – während die Überlebenden in vielen Ländern und Sprachen sich erstmals wiedererkannten.

Bei der Premiere der amerikanischen Verfilmung des Buchs kam es 1930 in Berlin zu Krawallen, die von der SA geschürt wurden. 1933 wurde der Roman von den Nazis verbrannt, Remarque ging ins Exil, wurde später US- Staatsbürger. Er hatte Liebschaften u.a. mit Marlene Dietrich und Greta Garbo , war erfolgreich auch mit Romanen wie

„Arc de Triomphe“ und

„Die Nacht von Lissabon“.

Er starb 1970 im Tessin.

Buchausgabe: Verlag

Kiepenheuer & Witsch,

TB mit Materialien,

219 Seiten, 6,90 €.

Hörbuch: vollständig

gelesen von August Diehl,

Der Hörverlag, München,

5 CDs, 29,95 €.

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