Kultur : Der Mutige: Ian McKellen erhält Ehrenbär

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Sir Ian McKellen ist mit dem goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden. Festivalchef Dieter Kosslick übergab den Preis am späten Samstagabend im Kino International. „Vielleicht haben die mich ja jetzt geehrt, weil sie ahnen, dass ich die Reise hierher schon bald nicht mehr machen kann“, sagte der 66-jährige britische Schauspieler, der zuletzt als Zauberer Gandalf in der „Herr der Ringe“-Trilogie zu Weltruhm gelangte.

In seiner Laudatio würdigte McKellens langjähriger Freund, der US-Schriftsteller Armistead Maupin („Stadtgeschichten“) das Engagement des Schauspielers für die Rechte Homosexueller. Es sei sehr mutig gewesen, sich als einer der ersten Schauspieler als schwul zu outen. „Noch heute“, so McKellen, „ sind die Reaktionen der Gesellschaft ein Problem. Auch die Filmindustrie in Hollywood sei da sehr altmodisch.

In den vergangenen 40 Jahren spielte McKellen nach eigener Aussage rund 220 Rollen. Aber erst als Magier in Peter Jacksons Tolkien-Verfilmung „Herr der Ringe“ gelang ihm der internationale Durchbruch. „Den damit zusammen hängenden Ruhm genieße ich sehr“, sagte McKellen. Er fühle sich manchmal wie der Weihnachtsmann, wenn kleine Kinder auf ihn zukämen und ihn tatsächlich für die Filmfigur hielten. Für seine Verdienste um das Theater wurde McKellen 1990 zum Sir ernannt. Dieses Jahr wird er im Kino mit „X-Men 3“ und „The Da Vinci Code“ („Sakrileg“) gleich in zwei Blockbustern zu sehen sein. Die Verfilmung des Dan-Brown-Bestsellers eröffnet im Mai die Filmfestspiele von Cannes. dpa / Tsp

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