Der Philosoph in Berlin : Irrfahrten und Schiffbrüche

Michel Serres, 1930 im französischen Agen geboren, ist Seefahrer und Abenteurer aus Leidenschaft, Philosoph von Beruf und, wie der hier erstmals von Elisa Barth ins Deutsche übertragene Text beweist, von ganzem Herzen Rugbyfan. Serres schrieb ihn für die „Libération“ vom 28.5.1984.

Der ehemalige Marineoffizier, der heute an der Pariser Sorbonne und der kalifornischen Stanford University lehrt, verknüpft in seinen Texten Kybernetik und Literatur, Anthropologie und Kommunikationstheorie. Dabei hat er gleichermaßen von Gaston Bachelard, dem Denker des Raums, wie von dem Archäologen André Leroi-Gourhan gelernt.

Im Rahmen des Festivals Wassermusik 2010 kommt Serres nun mit Unterstützung der Französischen Botschaft, des Institut Français und des Merve Verlags ins Berliner Haus der Kulturen der Welt. Am 30. Juli um 19 Uhr hält er seinen Eröffnungvortrag, am 31. Juli spricht er um 12 Uhr mit Catherine David und um 14 Uhr mit Alexander Kluge. Um 19.30 Uhr beschließt seine Lecture Irrfahrten und Schiffbrüche den Besuch.

Im Berliner Merve Verlag, in dem eine ganze Reihe von Serres-Titeln vorliegt, ist soeben der Band Das eigentliche Übel (Aus dem Französischen von Elisa Barth und Alexandre Plank, 95 Seiten, 9 €) erschienen. dotz

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