Kultur : Der Tagesspiegel

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Wer „Auf verwachsenem Pfade" wandelt, der sucht eine Heimat in seiner Vergangenheit, von der er weiß, dass er sie nie finden wird. Trotzdem schreitet er weiter voran - und formt, was er sieht, mit jedem Tritt zu einer Landschaft der Sehnsucht. Leos Janaceks seismografisch genauen, aufregend offen gestalteten Klavierzyklus hat der italienische Akkordeonist Teodoro Anzellotti durch die Stimmzungen und Resonanzböden seines Instruments geschickt. In melancholischer Klarheit, sanft und wunderschön strömen die musikalischen Miniaturen dahin - und Welten öffnen sich. Nie war es verlockender, „Auf verwachsendem Pfade" zu wandeln (Winter & Winter). UA

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