Kultur : Der Traum wird wahr

FILM

Franziska Richter

Dafür lieben wir die Traumfabrik: Was sich 15-jährige Mädchen, zum ersten Mal in Rom, nur in den kühnsten Fantasien auszumalen vermögen, passiert dort wirklich. Lizzie McGuire (Hilary Duff) wirft einen Euro in den Trevi-Brunnen, wünscht sich was, dreht sich um und – da steht er, der schöne Italiener (Yani Gellman) mit dem schönen Namen Paolo, der Popstar ist und überdies nur noch Augen für sie hat. Wenig später sitzt sie mit wehendem blonden Haar hinter ihm auf einer Vespa und fegt durch Roms Gassen.

Eigentlich ist Lizzy, Star der erfolgreichen US-Serie „Lizzy McGuire“, ein eher unbeholfener Teenager, der sich mit Make-up-Fragen, der Erzfeindin Kate (Ashlie Brillault) und dem kleinen Bruder Matt (Jake Thomas) herumschlägt. Als sie dann mit ihrer High-School-Abschlussklasse nach Rom fährt, heißt es für sie: Abenteuer erleben – zusammen mit ihrem besten Freund Gordo (Adam Lamberg). Doch weil Lizzy so aussieht wie Paolos Bühnenpartnerin Isabella (wieder Hilary Duff, diesmal schwarzhaarig), springt sie mal eben für Isabella ein.

Popstar auf Umwegen (derzeit in elf Berliner Kinozentren zu sehen) erinnert an ein Musikvideo. Etwa wenn Regisseur Jim Fall die Handlung einfach anhält – und Lizzy zu Blondies „Number One“ oder dem Neunziger-Hit „Volare“ ihre Garderobe für den Auftritt ausprobiert oder durch Gärten flaniert. Hilary Duff spielt ihre Lizzy so, wie sie sein soll: naiv, aber mutig. Und gucken wir das nicht immer wieder gern: ein süß mädchenhaftes Lächeln? Und hören dazu ein verunsichertes „Okay“?

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