Kultur : Deutsche Architekten zur Zukunft von Ground Zero

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Der Architekt und Kurator des Deutschen Architekturmuseums in Frankfurt, Peter Cachola Schmal, hält das Verfahren zum Wiederaufbau des World Trade Centers für fragwürdig. Welcher der in New York vorgestellten Entwürfe das Rennen macht, wird seiner Einschätzung nach nicht nach Qualität, sondern nach politischen Gesichtspunkten entschieden, sagte er. Den Sieger küre ein „riesiges Gremium“, in dem alle möglichen Interessengruppen vertreten seien, „aber nicht sehr viele Architekten“. Dadurch, dass das Team die Entwürfe jetzt öffentlich diskutiere, sei man gefährlich von der öffentlichen Meinung abhängig. Die Jury könne „nicht mehr unvoreingenommen entscheiden“. Seiner Meinung nach sollte ein globaler Wettbewerb mit einer fachkundigen Jury ausgeschrieben werden, der Wiederaufbau sei ein globales Problem. Nach Meinung seines Hamburger ArchitektenKollegen Meinhard von Gerkan wird Neubebauung von Ground-Zero ohnehin nach ökonomischen Gesichtspunkten entschieden. Schmal organisiert im Frankfurter Architekturmuseum eine Ausstellung mit anderen Entwürfen zum Wiederaufbau des World Trade Centers, die für den freien Wettbewerb einer New Yorker Architekturgalerie eingereicht wurden (25. Februar – 4. April). dpa

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