Kultur : Deutsche Kritikerpreise: In Berlin überreicht

Die Kritikerpreise des Verbands der deutschen Kritiker sind gestern im Rahmen des 38. Berliner Theatertreffens überreicht worden. Die Festrede zum Thema "Was weiß Deutschland von der Welt?" hielt Preisträgerin Sonia Mikich. Die WDR-Auslandsreporterin wurde in der Sparte Fernsehen ausgezeichnet, weil sie - so die Jury - als Krisen- und Kriegsberichtserstatterin aus Tschetschenien und Afghanistan versucht habe, "differenzierende Grautöne gegen Schwarz-Weiß-Klischees zu setzen". Die Gretchen-Darstellerin in Peter Steins "Faust"-Inszenierung, Dorothee Hartinger, erhielt die undotierte Auszeichnung in der Sparte Theater. Sie habe mit ihrer Rolle als Gretchen von einem Tag auf den anderen die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit gefunden, hieß es in der Begründung der aus Kritikern gebildeten Jury. Weitere Preise gingen an das Saarbrücker Architektenbüro Wandel, Hoefer, Lorch und Hirsch, das unter anderem den Neubau der Synagoge in Dresden entwarf, sowie an die bildende Künstlerin Leiko Ikemura. Ausgezeichnet wurden außerdem die Filmpublizistin und langjährige Dramaturgin der DDR-Filmgesellschaft Defa, Erika Richter, in der Sparte Film; ferner die Lyrikerin Kathrin Schmidt (Literatur), das Artemis-Quartett (Musik) und die Tänzerin Margaret Illmann (Tanz).

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