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Deutscher Buchpreis : Die Longlist 2015

Aus 167 Titeln wurden 20 für die Longlist zum Deutschen Buchpreis nominiert. Clemens J. Setz, Feridun Zaimoglu und Ilija Trojanow stehen nun im Wettbewerb um den besten deutschsprachigen Roman des Jahres.

Bücherstapel.
20 aus 200 Titeln: die Longlist für den Deutschen Buchpreis steht.Foto: dpa

Die Jury für den Deutschen Buchpreis hat die 20 Favoriten für den besten deutschsprachigen Roman des Jahres nominiert. Darunter sind Alina Bronsky, Jenny Erpenbeck, Valerie Fritsch, Steffen Kopetzky, Ilija Trojanow, Ulrich Peltzer, Clemens J. Setz und Feridun Zaimoglu. Die sogenannte Longlist wurde aus 167 eingereichten Titeln von 110 Verlagen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgewählt, wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt mitteilte. Der Preis wird am 12. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse verliehen. Der Gewinner erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro.

„Die diesjährige Longlist ist eine aufschlussreiche Landkarte, sie bildet die Vielfältigkeit und Vielstimmigkeit der deutschsprachigen Literatur ab“, erklärte Jurysprecherin Claudia Kramatschek. Zugleich zeichne sich die Auswahl durch eine große Internationalität aus: Die ausgewählten Autoren nehmen sich der Seelendramen afrikanischer Flüchtlinge an, entführen in die Weiten Afghanistans oder in die engen Gassen eines Istanbuler Armenviertels.

Der Deutsche Buchpreis wird von der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung vergeben. Die Longlist wird dann am 16. September für das Finale auf eine Shortlist mit sechs Titeln reduziert. Im vergangenen Jahr gewann Lutz Seiler den Preis für seinen auf Hiddensee spielenden DDR-Aussteigerroman „Kruso“.

Die Longlist für den Deutschen Buchpreis
Ralph Dutli: „Die Liebenden von Mantua“, Wallstein Verlag, August 2015Weitere Bilder anzeigen
1 von 20Foto: promo
19.08.2015 12:17Ralph Dutli: „Die Liebenden von Mantua“, Wallstein Verlag, August 2015

Die Longlist im Überblick:

Alina Bronsky: "Baba Dunjas letzte Liebe", Kiepenheuer & Witsch, August 2015

Ralph Dutli: „Die Liebenden von Mantua“, Wallstein Verlag, August 2015

Jenny Erpenbeck: „Gehen, ging, gegangen“, Knaus Verlag, August 2015

Valerie Fritsch: „Winters Garten“, Suhrkamp Verlag, März 2015

Heinz Helle: „Eigentlich müssten wir tanzen“, Suhrkamp, September 2015

Gertraud Klemm: „Aberland“, Literaturverlag DROSCHL, Februar 2015

Steffen Kopetzky: „Risiko“, Klett-Cotta Verlag, Februar 2015

Rolf Lappert: „Über den Winter“, Hanser Literaturverlage, August 2015

Inger-Maria Mahlke: „Wie Ihr wollt“, Berlin Verlag, März 2015

Ulrich Peltzer: „Das bessere Leben“, S. Fischer – Hundertvierzehn, Juli 2015

Peter Richter: „89/90“, Luchterhand Literaturverlag, März 2015

Monique Schwitter: „Eins im Andern“, Droschl, August 2015

Clemens J. Setz: „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“, Suhrkamp, September 2015

Anke Stelling: „Bodentiefe Fenster“, Verbrecher Verlag, März 2015

Ilija Trojanow: „Macht und Widerstand“, S. Fischer, August 2015

Vladimir Vertlib: „Lucia Binar und die russische Seele“, Paul Zsolnay, Februar 2015

Kai Weyand: „Applaus für Bronikowski“, Wallstein, März 2015

Frank Witzel: „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“, Matthes & Seitz Berlin, Februar 2015

Christine Wunnike: „Der Fuchs und Dr. Shimamura“, Berenberg Verlag, März 2015

Feridun Zaimoglu: „Siebentürmeviertel“, Kiepenheuer & Witsch, August 2015

(dpa)

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