Kultur : Deutscher Kurzfilmpreis für Kinderdrama

Der 28-minütige Kurzfilm „Das gefrorene Meer“ von Lukas Miko ist am Dienstagabend in Potsdam mit dem Deutschen Kurzfilmpreis in Gold ausgezeichnet worden. Der Film erzählt die Geschichte eines Achtjährigen, der die Ehekrise seiner Eltern bewältigen muss. Der Kurzfilmpreis in Gold für Dokumentarfilme ging ex aequo an „Cigaretta mon amour – Porträt meines Vaters“, einen Sechsminüter, den Rosa Hannah Ziegler ihrem Vater widmet, und an „Die Akkordeonspielerin“ von Biljana Garvanlieva, die berührende Dokumentation einer 17-Jährigen aus Makedonien, die bei einem Akkordeonwettbewerb nur den zweiten Preis gewinnt, weil ihr Instrument kaputt ist. Als bester Animationsfilm wurde „The Runt“ von Andreas Hykade ausgezeichnet. Die Preise sind mit einer Prämie von je 30 000 Euro verbunden. Mit dem mit 20 000 Euro dotierten Sonderpreis für Filme mit einer Laufzeit über 30 Minuten wurde der Dokumentarfilm „Die Gedanken sind frei“ von Saara Aila Waasner prämiert. Insgesamt waren zehn Kurzfilme nominiert, schon die Nominierung war mit 12 500 Euro verbunden. Alle ausgezeichneten Filme werden 2008 auf eine bundesweite Tournee gehen (www.kurzfilmpreisunterwegs.org).

Kulturstaatsminister Bernd Neumann hatte schon am Vorabend den mit 30 000 Euro dotierten Drehbuchpreis an Christoph Fromms „Sierra“ vergeben. Das Buch erzählt die Geschichte eines deutschen Soldaten, der gemeinsam mit einer Kindersoldatin eine Hilfslieferung der UN in ein Flüchtlingslager bringen soll. Mit dem Innovationspreis 2007 wurden Michael Hentschels Trailer-Projekt „cineloop“ und die Firma EYZ Media für ihr Projekt „Themenbasierte bundesweite Filmfestivals“ ausgezeichnet. Beide erhielten je 25 000 Euro. Tsp

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