Kultur : DHM soll Plakate zurückgeben

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Die Plakatsammlung Sachs im Deutschen Historischen Museum Berlin muss nach Auskunft des Anwalts der Erben an die Eigentümer zurückgegeben werden. Er erwarte eine klare Stellungnahme des Museums und des Bundeskanzleramtes als dessen Fachaufsicht auf die bereits im September vergangenen Jahres erhobene Rückgabeforderung. „Ich möchte eine angemessene Reaktion auf unsere wiederholten Bitten und keine ausweichenden und vertröstenden Antworten. Es sind fünf Monate vergangen, ohne dass etwas passiert ist.“ Die Bundesrepublik habe sich klar dazu bekannt, dass NS-Raubkunst zurückgegeben werden müsse. Daran ändere auch die früher gezahlte Entschädigung an den inzwischen gestorbenen Sammler nichts, die selbstverständlich angerechnet werden müsse.

Das Deutsche Historische Museum war nach eigenen Aussagen von der Rückgabeforderung überrascht worden, weil es die Angelegenheit mit der damaligen Entschädigung in Höhe von 225 000 Mark und der Verzichterklärung des Sammlers für erledigt ansah. Hans Sachs hatte die wertvolle Plakatsammlung mit Werken unter anderem von Max Klinger, Käthe Kollwitz und Max Slevogt seit 1896 bis zu seiner Flucht 1938 zusammengetragen. dpa

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