Kultur : Die Berlin-Krise: Geduldet, nicht geliebt - Wie die Berliner ihre Regierung sehen

Die Große Koalition in Berlin wird von den Berlinern geduldig hingenommen - nicht geliebt. In der letzten Infratest-dimap-Umfrage im Auftrag für den Tagesspiegel vom September 2000 war nur ein Prozent der Befragten "sehr zufrieden" mit der schwarz-roten Regierung. Insgesamt 61 Prozent waren nicht zufrieden, davon 48 Prozent "weniger" und 13 Prozent "gar nicht" zufrieden. In dieser Beurteilung sind sich Ost- und Westberliner weitgehend einig. Eine Zusammenarbeit von SPD und PDS ist allerdings in Berlin - anders als in Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen-Anhalt - nach wie vor umstritten. Allerdings sind die Meinungen sehr geteilt. Jeweils 31 Prozent der Befragten sehen eine Koalition aus SPD und PDS als "gute Sache" oder "weniger gute Sache" an, während 32 Prozent ein solches Zusammengehen für "völlig inakzeptabel halten." Für "völlig inakzeptabel" sehen auch 41 Prozent der Befragten ein schwarz-grünes Bündnis.

Eberhard Diepgen übrigens war zum Zeitpunkt der Umfrage - einmal mehr - beliebtester Politiker der Stadt.

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