Kultur : Die Bilder-Chronik "Von Kaiser-Paraden, Traber-Derby und Kulturlustgärten"

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Flughafen, Ullsteinhaus, Trabrennbahn - das fällt einem in der Regel zu Tempelhof ein. Kaum jemand weiß jedoch, dass man nahe der Rollfelder in den 30er Jahren auch Rollschuh laufen konnte. Dass auf der Rennbahn gelegentlich Bundeswehrsoldaten vor die Sulkys gespannt werden. Zu erfahren sind solche Details in der Tempelhofer Bilder-Chronik "Von Kaiser-Paraden, Traber-Derby und Kulturlustgärten". Fotos aus dem Heimatmuseum illustriern die Bezirksgeschichte und bringen allerlei Tempelhof-Spezifisches ans Licht, das durch Weltkrieg, Bauwut oder einfach nur so in Vergessenheit geriet.

Postkarten zeigen im Tümpel planschende Kinder auf dem Tempelhofer Feld, Gefreite im Königlichen Garnisons-Lazarett, dem heutigen Wenckebach-Krankenhaus, oder Tagelöhner auf dem alten Fruchthof an der Rathausstraße in Mariendorf. In "Blümels Garten" am Volkspark Mariendorf durfte man um 1900 seinen Kaffee noch selbst mitbringen, und bei der Roth-Büchner AG, später Gillette, schliffen Arbeiterinnen die Rasierklingen mit Lederscheiben. Ein vergnügliches Buch zum Blättern nicht nur für Ureinwohner."Von Kaiser-Paraden, Traber-Derby und Kulturlustgärten". Verlagsbuchhandlung Haude und Spener, Berlin 1999. 96 Seiten, 24,80 Mark.

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