Kultur : Die Buddha-Statuen von Bamian werden wieder aufgebaut

Mit dem Wiederaufbau der im März 2001 von den Taliban zerstörten Buddha-Statuen im afghanischen Bamian soll noch in diesem Jahr begonnen werden. "Die Übergangsregierung in Kabul betrachtet den Wiederaufbau der weltberühmten Statuen als absolute politische Priorität", berichtet Paul Bucherer, Leiter des Afghanistan-Museums im schweizerischen Bubendorf bei Basel. Er leitet die Arbeiten im Auftrag der UNESCO. Die Statuen waren vom Taliban-Regime trotz weltweiter Proteste gesprengt worden.

Bucherer war im Auftrag der UNESCO in Afghanistan und hat sich während seines dreiwöchigen Aufenthalts mit Hamid Karsai, dem Chef der Übergangsregierung, auf die Wiederrichtung der Kunstwerke geeinigt. Die beiden Statuen waren mit 38 und 54 Metern Höhe die weltweit größten Standbilder ihrer Art. Ein erster Schritt zur Rettung von Bruchstücken der beiden Statuen ist laut Bucherer bereits getan. Die Reste wurden zum Schutz vor der Witterung mit Planen abgedeckt. Viele buddhistische Organisationen haben bereits ihre finanzielle Unterstützung signalisiert. Nach Aussage von Bucherer will der afghanische Kulturminister Makhdoom Raheen den Buddhisten erlauben, einen Andachtsraum in der Nähe der Statuen einzurichten.

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