Kultur : Die Erfindung der Antike

Eine Fälscherstory im Tagesspiegel-Salon

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Er war ein begnadeter Hochstapler, ein schamloser Fälscher, ein faszinierender Mensch und Künstler: Konstantin Simonides, geboren zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf einer Insel in der Ägais. In den Klöstern auf dem Heiligen Berg Athos lernte er alles über alte Manuskripte und ihre Herstellung. Und dachte sich: Das kann ich auch! Er schrieb phantastische Erzählungen, würdig eines Jules Verne, großartige Schelmenromane – und gab seine Texte, auf uralte Papiere geschrieben, als Schöpfungen unbekannter Autoren des Altertums aus. Durch ganz Europa zog er mit seinen „antiken“ Schriftstücken, verkaufte sie an Museen und Sammler und provozierte wissenschaftliche Skandale. In seinem Buch „Die Odyssee des Fälschers“ (Siedler Verlag) zeichnet Rüdiger Schaper, Leiter des Kulturressorts des Tagesspiegel, das abenteuerliche Leben des Konstantin Simonides nach, der die gelehrte Welt zum Narren hielt und die Antike neu erfand. Eine spannende biographische Erzählung, die sich wie ein aktueller Krimi liest.

Im Tagesspiegel-Salon liest Rüdiger Schaper aus seinem Buch und spricht mit Chefredakteur Stephan-Andreas Casdorff über Wahrheit, Lug und Trug in Wissenschaft, Politik und Journalismus. Die literarischen Köche von eßkultur servieren dazu echte und gefälschte Speisen aus der Antike, am Bechstein-Flügel: Jazzpianist Johannes Kersthold. D.N.

Zeitung im Salon mit Rüdiger Schaper, Donnerstag, 17. März, Beginn 19.30 Uhr, Verlagsgebäude Der Tagesspiegel, Askanischer Platz 3, 10963 Berlin-Kreuzberg. Eintritt (inklusive Sekt und Zwei-Gang-Essen) 18 Euro. Verbindliche Kartenbestellung ist erforderlich unter Telefon (030) 29021 520 von 7.30 Uhr bis 20 Uhr.

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