Kultur : Die Firma Warhol

Mit der Eröffnung der Eisenbahn-Schnellverbindung Berlin - Hannover am 27.September will das Kunstmuseum Wolfsburg der Hauptstadt näher rücken.Ab dem 3.Oktober zeigt das Museum die Ausstellung "Andy Warhol.A Factory", die in nie zuvor erreichter Vollständigkeit das Gesamtschaffen des amerikanischen Pop-Künstlers darstellen will.Dabei soll die Verwendung der Bezeichnung seiner New Yorker Werkstatt als "Factory" auf die Vielfalt der Warholschen Arbeit hinweisen.Warhol arbeitete nicht nur im Bereich der bildenden Kunst, sondern war gleichermaßen einflußreich Filmemacher, Musik-Promoter und allgemein Trendsetter in Mode, Werbung und Lifestyle.In Zusammenarbeit mit dem Guggenheim Museum New York wird die Ausstellung von dessen Kurator Germano Celant vorbereitet; im Anschluß an die Wolfsburger Premiere (bis 10.Januar 1999) soll sie unter anderem in Wien und Bilbao und zum Abschluß ihrer Tournee in New York gezeigt werden.Als wichtigste Leihgeber konnten die Andy Warhol Foundation und das Andy Warhol Museum in dessen Geburtsstadt Pittsburg gewonnen werden, so daß nach den auf Warhols Tod im Jahre 1987 folgenden Auseinandersetzungen urheberrechtlicher Art erstmals wieder die ganze Breite des Werkes für eine Ausstellung zur Verfügung steht.Die Wolfsburger Schau soll von thematischen Führungen, "Gesprächen in der Ausstellung" sowie einem Symposium zum Filmschaffen begleitet werden, aber auch von speziellen Angeboten für ein junges Publikum, für die das µuvre Warhols nach Meinung der Veranstalter neuerlich aktuell sei.Das Kunstmuseum in der Volkswagenstadt, unter dessen bislang rund 80 000 Besuchern im Jahr Berliner Gäste bereits einen spürbaren Anteil ausmachen, will mit der Möglichkeit einer zukünftig nur noch 70minütigen ICE-Fahrt nach Wolfsburg weitere Besucher werben.Dazu sind spezielle Veranstaltungen in Berlin geplant, unter anderem eine oder zwei Warhol-Filmnächte in einem Programmkino.

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