Kultur : Die glorreichen Sieben

Von Andreas Dresen bis Shirin Neshat: Kultregisseur Wong Kar Wai führt eine starke Jury an.

Foto: dpa picture alliance
Foto: dpa picture allianceFoto: AFP

Die Jury der 63. Berlinale ist hochkarätig besetzt – mit einer Mischung aus bekannten und etwas weniger bekannten Namen. Den Vorsitz hat der chinesische Regisseur Wong Kar Wai, der 1991 mit „Days of Being Wild“ zum ersten Mal auf der Berlinale zu Gast war. Sein Meisterwerk „In the Mood for Love“ kam im Jahr 2000 ins Kino. Maggie Cheung und Tony Leung spielten damals die Hauptrollen. Mit Tony Leung gibt es nun ein Wiedersehen: Er spielt IP Man, den Martial-ArtsMeister, der im Zentrum von Wong Kar Wais neuem Werk „The Grandmaster“ steht. Der Film eröffnet die Berlinale.

Außerdem in der Jury: Die dänische Regisseurin Susanne Bier, die Teil der Dogma-Bewegung war und unter anderem mit dem Kriegsheimkehrer-Drama „Brothers – Unter Brüdern“ Erfolge feierte. Mit „In einer besseren Welt“ gewann sie den Oscar für den besten fremdsprachigen Film. Von deutscher Seite ist der Regisseur Andreas Dresen in der Jury vertreten. Vor zehn Jahren gelang ihm mit „Halbe Treppe“ der Durchbruch (Silberner Berlinale-Bär). Zuletzt lief sein Krebsdrama „Halt auf freier Strecke“ im Kino. Für ihren ästhetisch anspruchsvollen Stil ist US-Regisseurin und Kamerafrau Ellen Kuras bekannt. Sie arbeitete unter anderem mit Martin Scorsese, Michel Gondry und Spike Lee. Die iranische Künstlerin und Regisseurin Shirin Neshat gewann mit „Women without Men“ 2009 den Silbernen Regie-Löwen in Venedig. Mit Tim Robbins gehört auch ein Hollywood-Star zur Jury. Er war in Filmen wie „Mystic River“, „The Player“ oder „Short Cuts“ zu sehen. Seine Regiearbeit „Dead Man Walking“ lief 1995 auf der Berlinale. Seine Frau Susan Sarandon gewann mit ihrer Hauptrolle einen Oscar. Eine prägende Regisseurin und Produzentin des neueren griechischen Kinos ist Athina Rachel Tsangari. Mit ihrem zweiten Film „Attenberg“ gewann sie zwei Preise in Venedig.

0 Kommentare

Neuester Kommentar