Kultur : Die Häusle-Bauer

Die Berlinische Galerie bezieht ihr neues Domizil

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Kaum gewonnen, wird man sie bald schon wieder vermissen, die hohe helle Halle des ehemaligen Glaslagers, die die Berlinische Galerie seit kurzem ihr Eigen nennt: Geht alles nach Plan, sollen spätestens im Mai die Bauarbeiter anrücken und in der 60 mal 60 Meter großen Halle des ehemaligen Glaslagers eine Zwischendecke einziehen. Das Berliner Landesmuseum für Moderne Kunst, Photographie und Architektur hat erstmals seit fast sieben Jahren das eigene Heim nun greifbar vor Augen: 12 Monate Bauzeit sind angesetzt, geht alles gut, soll im September 2004 Eröffnung gefeiert werden.

Höchste Zeit, so Museumschef Jörn Merkert, sich in der Öffentlichkeit in Erinnerung zu rufen: Indem man die Fassade des anspruchslosen Industriebaus von der diesjährigen ThielerPreisträgerin Katharina Grosse knallbunt bemalen lässt oder – noch steht das Ausstellungskonzept nicht – mit Führungen im Glaslager und Pressegesprächen für Verständnis und Geduld zu werben. Die Pläne – eine Vedova-Retro, eine Erich-Salomon-Ausstellung und vor allem die angemessene Präsentation der jahrzehntelang gewachsenen Sammlung – fliegen hoch – auch in Berlins bodenständigstem Museum. til

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