Kultur : Die IRA lenkt ein: Der steinige Weg zum Frieden

Der Nordirland-Konflikt geht auf die Einwanderung englischer und schottischer Protestanten in den nördlichen Teil der Insel Ende des 16. Jahrhunderts zurück. Die Religion trennte Nordirland bald von den übrigen fast ausschließlich katholischen Einwohnern der Insel ab. Die im Norden verbliebenen Katholiken sahen sich häufig unterdrückt.

August 1969: Nach blutigen Unruhen werden Einheiten der britischen Armee stationiert. Die IRA radikalisiert sich.

30. Januar 1972: In Londonderry eröffnen britische Fallschirmjäger am "Blutigen Sonntag" das Feuer auf katholische Demonstranten - 14 Tote.

70er und 80er Jahre: Bei Attentaten katholischer und protestantischer Terroristen sterben zahlreiche Menschen, darunter auch mit Lord Mountbatton ein Mitglied der Königsfamilie.

16. Dezember 1993: England und Irland erklären in der Downing-Street-Declaration ihren Willen zur Versöhnung.

31. August 1994: Die IRA erklärt den Waffenstillstand. Protestantische Milizen schließen sich später an.

9. Februar 1996: Der Waffenstillstand endet, als die IRA in London eine Bombe zündet und damit zwei Menschen tötet.

1997: Der neue Premier Tony Blair bietet der Sinn Fein neue Kontakte an.

10. April 1998: Das Karfreitags-Friedensabkommen wird geschlossen.

27. Juni 1998: Wahlen zum neuen nordirischen Parlament.

15. August 1998: Bei dem schwersten Bombenanschlag seit 30 Jahren werden in Omagh 29 Menschen getötet.

2. Dezember 1999: Die erste nordirische Allparteien-Regierung nimmt ihre Arbeit auf.

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