Kultur : Die Kinder-Jury wählte ihre Berlinale-Favoriten

Anne Thiem

Schon lange im Vorfeld hat Kurt Lang dieses Ereignis geplant. Denn eines wollte der Mitarbeiter des Kinderfilmfests der Berlinale am Tag der Verleihung des "Gläsernen Bären" unbedingt vermeiden: Tränen. Nicht etwa die enttäuschter Regisseure, sondern in diesem Fall die der Juroren der Kinderjury. So gerecht wie möglich wurden also zwischen den 11 bis 14-jährigen die Aufgabenbereiche verteilt. Und siehe da, jeder ist mit seiner Rolle zufrieden. Unter tosendem Applaus verlieh die Kinderjury im Einklang mit der internationalen Jury den gläsernen Bären für den besten Spielfilm an den Film "Tzaziki, Mama und der Polizist" (Ella Lemhagen). Die internationale Jury splittete diesen Preis und vergab ihn ex equo an den belgischen Film "Der Mann aus Stahl" (Vincent Bal). Auf der Verleihung des gläsernen Bärens, wo Regisseure noch "Ressigeure" sind, fallen die Begründungen merklich bunt und unkonventionell aus. "Tzaziki, Mama und der Polizist" sei ein bewegender Film mit einer guten Mischung aus Traurigkeit und Humor und in seiner Machart lebhaft und originell, verliest einer der Juroren. Sein Hauptdarsteller ist persönlich leider nicht anwesend. Die Begründung dafür liefert er schriftlich: schließlich müsse er morgen wieder in die Schule.

0 Kommentare

Neuester Kommentar