Kultur : Die Kulturcheckliste: Gemütlichkeit

Theater des Westens. Sitze: Abstand von 51 Zentimetern ab Ende Armlehne bis Anfang Vordersitz, Sitzhöhe 42 Zentimeter im Parkett, Beinfreiheit von 35 Zentimetern. Ein Handballer mit breitem Kreuz bringt die Nachsitzenden zum schwanken. Die Damen an der Garderobe sind nett und die Klos gepflegt.

Volksbühne. Sitze: 50 Zentimeter in der Breite und 30 Zentimeter nach vorne. Bei der volksbühneneigenen Erziehung zur Konzentration (keine Pausen) kann das zur Plage werden. Garderobendamen niedlich und sehr nett. Unter der Woche keine langen Schlangen auf den Klos.

Berliner Ensemble. Mal mehr, mal weniger Platz. In Reihe 11 nur 21 Zentimeter von der Sitzkante zum Stuhl in Reihe 10. Vier Garderoben (zwei Mark), je zwei Garderobieren, Wartezeit: zehn Sekunden. Ein Hundertmarkschein wird vom Abenddienstleiter anstaltslos in Kleingeld gewechselt. 24 Toiletten, die meisten davon für Damen.

Sophiensäle.Sitzkomfort sehr verschieden. Gute Beinfreiheit. Toiletten: Wartezeit fünf Minuten und drüber. Sperrholzsessel im Foyer, wo man nachdenklich gucken kann.

Staatsoper. Im Apollosaal gepolsterte Holzbänke ohne Rückenlehne. Die Vorstellung vor dem Ende zu verlassen ist peinlich, auf dem Holzboden ist jeder Schritt zu hören. 13 Toiletten für 220 Plätze. Die Klos sind sauber, aber unmodern. Vor der Vorstellung eine freundliche Dame an der Garderobe (kostenlos), nach der Vorstellung derer zwei, und die sind rasend schnell.

Schaubühne. Garderoben: Im Keller 468 schmale Schränke, Marke Schwimmbad, zwei Mark (bleiben drin!) WC: Zwei große im Keller, Marke Bahnhof.

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