Kultur : Die Neuköllner Oper beantwortet die K-Frage

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Dicht am politischen Geschehen will dieNeuköllner Oper, Berlins gefeierte Off-Bühne, ins Wahljahr 2002 gehen. "Bündnisfall" ist der Arbeitstitel einer neuen Oper von Frank Schwemm. Wer außer dem Außenminister auf der Bühne dargestellt wird, muss die Tagespolitik entscheiden. Dagegen ist die K-Frage für Eduard Künnekes "Herz über Bord" (Premiere: 25. April) bereits entschieden: Das Team um die Regisseurin Heidi Mottl wird die 1935 uraufgeführte Operette zum Karrieredrama einer Kanzlerkandidatin mit Imageproblemen aufpolieren. Unbekannt ist noch der Komponist der neuen Münchhausen-Oper - es wird der Preisträger des 4. Neuköllner Opernwettbewerbs sein. Sicher ist hingegen die Zusage der Lottostiftung, dem Haus ein Cafe mit eigener Spielstätte mitzufinanzieren. Als Kooperation mit der Universität der Künste, wo Lund eine Professur für Musical / Show angenommen hat, wird am 16. Juni "Assassins" herauskommen; Stephen Sondheims Musical um acht Attentäter amerikanischer Präsidenten. Am 7. Februar kommt "Gesualdo" heraus, ein "madrigales Spiel" über den mörderisch-genialen Renaissancekomponisten in der Regie von Rudolf Danker. Und am 28. März folgt mit "Die Krötzkes sind drin" die Fortsetzung von Peter Lunds gefeierter "Doku-Soaperette".

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