Kultur : Die Nolde-Stiftung hat eine neue Direktorin

Frischer Wind zieht mit Christine Hopfgart, der neuen Direktorin der Nolde Stiftung, in die Berliner Dependance und im nordfriesischen Seebüll ein. Künftig möchte die gebürtige Münchnerin, die zuletzt als Konservatorin am Zentrum Paul Klee in Bern arbeitete, die Profile des Stammhauses im hohen Norden und ihrer Außenstelle in Berlin stärker trennen. „In Seebüll war Emil Nolde ganz bei sich, befand sich sozusagen im Monolog mit seinem Werk. In Berlin dagegen war er im ständigen Dialog mit anderen Künstlern.“ Diesen Austausch möchte Christine Hopfgart fortführen und das Werk des expressionistischen Malers an die Gegenwartskunst anbinden. Wo gibt es Parallelen zur heutigen Kunstproduktion, wo finden sich ähnliche künstlerische Haltungen? Solchen Fragen sollen sich künftige Ausstellungen widmen.

Zudem plant die Kunsthistorikerin, Noldes Nachlass aufzuarbeiten, darunter die Briefwechsel mit seiner Frau Ada sowie seinem früheren Schüler und Freund Hans Fehr. Hopfgart übernimmt die Leitung des Doppelmuseums von Manfred Reuther, der nach 40 Dienstjahren in den Ruhestand geht. Ihre erste eigene Ausstellung „Emil Nolde und die Schweiz“ beginnt im Oktober.lel

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