Kultur : Die Pille ist 40: Mogelpackung

D.N.

Die Pille ist eigentlich eine Mogelpackung: Sie täuscht dem Körper mit Hilfe von Hormonen eine Schwangerschaft vor und unterdrückt auf diese Weise den Eisprung. Die weibliche Eizelle kann also nicht durch eine männliche Samenzelle befruchtet werden.

Die klassischen Pillen setzen sich aus den synthetischen Sexualhormonen Östrogen und Gestagen zusammen; sie verhindern, dass aus der Hirnanhangsdrüse aktivierende Hormone freigesetzt werden, die für die Eireifung und den Eisprung im Eierstock ursächlich sind. Die Östrogene sorgen für einen etwa 28-tägigen stabilen Zyklus und dafür, dass keine Zwischenblutungen auftreten. Das Gestagen hemmt die Reifung der Eizelle im Eierstock, sodass der Eisprung ausbleibt. Zusätzlich wird der Schleim im Gebärmutterhals verdickt, sodass männliche Spermien keine Chance mehr haben, in die Gebärmutter vorzudringen.

Die Hormonmenge der Pille ist in den vergangenen 40 Jahren immer weiter reduziert worden: Die erste amerikanische Pille enthielt noch knapp 100 Mikrogramm Östrogen, moderne Pillen liegen bei 20 bis 30 Mikrogramm. Auch das Verhältnis von Östrogen zu Gestagen wurde verändert, um unerwünschte Nebenwirkungen zu minimieren. Die Frau nimmt die Pille an 21 Tagen in Folge ein und legt dann eine einwöchige Pause ein, während der eine Entzugsblutung einsetzt.

Die Pille ist verschreibungspflichtig und kostet je nach Präparat zwischen acht und 23 Mark im Monat.

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