Kultur : Die Russen kommen: Pläne der Berliner Festwochen 2003

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Eine „Begegnung mit neuer russischer Kunst“ soll im Mittelpunkt der diesjährigen Berliner Festwochen stehen. Während des herbstlichen Festivals wird am 28. September die große Ausstellung „BerlinMoskau/Moskau-Berlin 1950-2000“ im Martin-Gropius-Bau eröffnet. Dazu gibt es Film- und Literatur-Programme. Den offiziellen Festwochen-Start markiert am 18.September ein Gastspiel des Frankfurter Balletts von William Forsythe. Außerdem sind die Choreografen Josef Nadj (3.10.) und Xavier Le Roy (7.10.) mit Produktionen vertreten.

Ausdrücklich „nicht auf Grund ihrer Nationalität, sondern aufgrund ihrer künstlerischen Qualität“ sind laut Festwochen-Mitteilung russische Tänzer, Regisseure und Performer wie Elena Kovylina und Kirill Serebrennikow eingeladen worden, um ihre Arbeiten mit denen von Robert Lepage, Declan Donnellan oder Dea Loher zu konfrontieren.

Die Konzerte, traditionell Schwerpunkt der Festwochen, beschäftigen sich ebenfalls mit dem Thema Russland: Unter anderem treten das Ensemble Recherche, das Minguet Quartett, das Spezialensemble für Neue Musik des Moskauer Konservatoriums und das Schönberg Ensemble auf.

Der Musiktheater-Bereich bietet neben der Uraufführung von Karlheinz Stockhausens „Inori“ (31.10., Dirigent: Peter Eötvös) drei deutsche Erstaufführungen: Michael van der Aas „One“ (10.10.), Param Virs „Ion“ (16.10.) sowie Louis Andriessens „Inanna“ (23.10., Regie: Paul Koek). Den krönenden Abschluss der diesjährigen Festwochen soll das Gastspiel des St.Petersburger Mariinsky-Theaters bilden. In der Deutschen Oper zeigt die russische Compagnie unter der Leitung ihres Chefdirigenten Valery Gergiev ab dem 28.Oktober Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“, Tschaikowskys „Eugen Onegin“ und Prokofjews „Feurigen Engel“. Der Vorverkauf hierfür läuft bereits an der Kasse der Deutschen Oper. Weitere Infos unter: www.festwochen.de F.H.

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