Kultur : Die SWR-Bestenliste: Roth und Sebald: Auf Anhieb auf den besten Plätzen

Zuletzt begeisterte er die Kritik vor vier Jahren mit seinem Buch "Meine Reise zu Chaplin". Nun hat der in Los Angeles lebende Patrick Roth einen Band mit fünf ineinander verwobenen deutsch-amerikanischen Geschichten vorgelegt und auf Anhieb Platz eins der SWR-Bestenliste im April erobert. "Die Nacht der Zeitlosen" spielt zwischen Dämmerung und Morgengrauen, Traum und Wirklichkeit. Auf Rang zwei findet sich W. G. Sebalds altmeisterlich erzähltes Buch über einen Mann, der seiner Vergangenheit auf die Spur zu kommen versucht: "Austerlitz" (Hanser). Auf Platz drei findet sich Per Olov Enquists Roman "Der Besuch des Leibarztes" (Hanser) - eine Reise auf die Nachtseite der Aufklärung. Rang vier und fünf teilen sich Thomas Lehr mit seiner Novelle "Frühling" (Aufbau) und Wolf Wondratschek mit seinen Erzählungen "Die große Beleidigung" (Hanser). Auf den Plätzen sechs und sieben begegnen sich der französische Lyriker Philippe Jacottet, der "Antworten am Wegesrand" (Hanser) gibt und die junge Freiburger Autorin Annette Pehnt mit ihrem ersten kleinen Roman "Ich muss los" (Piper). Friederike Mayröckers "Requiem für Ernst Jandl" (Suhrkamp), ein Text über ihren langjährigen Lebensgefährten befindet sich gleichauf mit Georg Kleins Detektivroman "Barbar Rosa" (Alexander Fest) auf den Rängen acht und neun. Schließlich teilen sich der Amerikaner Charles Simmons mit seiner Autobiografie "Lebensfalten" (C.H. Beck) und der Südafrikaner J. M. Coetzee mit seinem im Original schon 1980 erschienenen Roman "Warten auf die Barbaren" (S. Fischer) die Plätze zehn und elf. Als persönliche Empfehlung nennt Wolfgang Platzeck Zadie Smiths Debütroman "Zähne zeigen" (Droemer).

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