• Die Welt und ihre Bevölkerung: Je ärmer, desto kinderreicher - Vor allem in den Entwicklungsländern wächst die Bevölkerung

Kultur : Die Welt und ihre Bevölkerung: Je ärmer, desto kinderreicher - Vor allem in den Entwicklungsländern wächst die Bevölkerung

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Erschreckende Zahlen liefert der neueste Bericht der Vereinten Nationen zum Anstieg der Weltbevölkerung. Die UN-Experten mussten ihre Untersuchungen von 1998 nach oben korrigieren. Danach werden bis Mitte des 21. Jahrhunderts rund 9,3 Milliarden Menschen die Erde bevölkern; das sind 431 Millionen mehr als ursprünglich prognostiziert.

Ursache hierfür ist die Annahme, die Kinderzahlen nicht in allen Ländern auf das Niveau von zwei Kindern je Frau senken zu können. Nur wenn dies gelänge, so die Deutsche Stiftung Weltbevölkerug (DSW), wäre das Wachstum der Weltbevölkerung noch in diesem Jahrhundert zum Stillstand zu bringen.

Vor allem unter den rund 50 ärmsten Ländern ist mit einem rapiden Anstieg der Bevölkerungszahlen zu rechnen. Im Jahr 2050 werden 8,2 Milliarden Menschen in Entwickungsländern leben; ohne Geburtenkontrolle wären es gar 11,9 Milliarden. In 16 Ländern, in denen Frauen im Durchschnitt sechs bis acht Kinder zur Welt bringen, wird sich die Bevölkerungszahl vervierfachen.

Den 39 Industriestaaten wird dagegen ein erheblicher Rückgang vorausgesagt. Deutschland liegt dabei mit einem Schwund um 14 Prozent noch hinter Russland oder der Ukraine. In beiden Ländern soll die Bevölkerung bis 2050 sogar um bis zu 40 Prozent abnehmen.

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