Kultur : Dirigent Reuter distanziert sich von Rechtsextremen

Der frühere Generalmusikdirektor der Komischen Oper Berlin, Rolf Reuter, hat zugegeben, mehrfach Vorträge beim rechtsextremen „Freundeskreis Ulrich von Hutten e.V.“ gehalten zu haben. Zugleich distanzierte sich Reuter am Freitag ausdrücklich von den politischen Ansichten des Vereins. Er habe gehofft, mit seinen Vorträgen „kleinste Samenkörner eines Verständnisses von Humanismus und Christentum säen zu können“, betonte der 81-Jährige. Den Berliner Medien warf er „schikanierende Angriffe“ vor.

Die SPD fordert, Reuter das Bundesverdienstkreuz und die Ehrenmitgliedschaft der Komischen Oper abzuerkennen. Das Bundespräsidialamt prüft die Vorwürfe. In Schutz genommen wurde Reuter derweil vom Chef des London Philharmonic Orchestra, Vladimir Jurowski. Als „Russe und Jude“ hätte er eine etwaige rechte Gesinnung Reuters sicher zu spüren bekommen, sagte Jurowski der „Leipziger Volkszeitung“. „Das war aber nie da.“ dpa

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