Documenta : Kunstwerke nicht vom Regen bedroht

Trotz heftiger Regenfälle sind laut Documenta in Kassel keine Kunstwerke gefährdet. "Es regnet zwar an zwei Stellen etwas rein, aber weder für die Kunst noch für die Besucher gibt es ein Problem", so die Organisatoren.

KasselDie Organisatoren der Documenta in Kassel haben die Befürchtung, das Regenwetter könnte ausgestellten Kunstwerken zertstören, zurückgewiesen.

Am so genannten Auepavillon - dem extra für die "d12" aus Gewächshausteilen errichteten größten Ausstellungsbau - seien lediglich zwei Brandschutzklappen defekt und müssten ausgetauscht werden. An anderen Stellen regne es aber nicht rein. "Es hat für kein Kunstwerk irgendeine Gefahr bestanden. Weder durch Regen noch durch zu hohe Luftfeuchtigkeit" sagte Karin Haas, Projektkoordinatorin des Auepavillons. Viele der Arbeiten, etwa Fotos und Zeichnungen, seien kaum geschützt. "Probleme würden wir da sofort bemerken. Das Papier wäre gewellt oder sogar fleckig, aber das ist nirgendwo der Fall." Tatsächlich sei ihr Team rund um die Uhr im Einsatz, um Fehler zu finden und zu beseitigen.

"Aber das ist bei einer solch großen Ausstellung völlig normal und kritische Momente hat es bisher noch nicht gegeben." Auch in Kassel sind in den vergangenen Tagen heftige Regenfälle niedergegangen und haben die Wiese um den Auepavillon zum Teil in einen Morast verwandelt. Die Documenta sucht jetzt nach einer Lösung, zum Beispiel in Form eines Bohlenweges. In den Ausstellungsraum selbst gelangt man allerdings trockenen Fußes über Metallplatten. Vor einer Woche war bei einem kurzen heftigen Unwetter "Template", eines der populärsten Kunstwerke der diesmaligen Documenta, zusammengestürzt. Der zwölf Meter hohe Holzturm aus Türen und Fenstern alter, dem chinesischen Bauboom zum Opfer gefallener Häuser soll nach Wunsch des Künstlers, Ai Weiwei aus Peking, nicht wieder aufgebaut werden. Nur vier Tage zuvor hatte Bundespräsident Horst Köhler unter dem Türenturm gestanden. (mit dpa)

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