Kultur : Documenta: So viel Kino war in Kassel nie

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Filme spielen auf der Documenta eine so große Rolle wie nie zuvor in der Geschichte der Weltkunstschau in Kassel. Ein umfangreiches Kinoprogramm mit 25 Produktionen von 15 Künstlern begleitet die Documenta 11, in deren Ausstellungsräumen Video- und Filmarbeiten ohnehin auffallend stark vertreten sind. Das Medium Film und Video wählte Documenta-Chef Okwui Enwezor bei der politisch konzipierten Ausstellung, um unter anderem die Krise nach dem Ende des Kolonianismus in der Dritten Welt zu dokumentieren.

Mit der Lage in Indien befasst sich der Film „A Night of Prophecy“ von Amar Kanwar, der in Kassel seine Weltpremiere hatte. Der 1964 in Neu Delhi geborene Dokumentarfilmer bedient sich der Poesie, um ein Klagelied über Ausbeutung, Unterdrückung und Unfreiheit anzustimmen.

Wie der Inder treten auch fast alle anderen Documenta-Filmemacher mit Arbeiten für das Kino wie auch für die Ausstellung selbst in Erscheinung. Als zweite Uraufführung wird im Rahmen des documenta- Filmprogramms von diesem Freitag an der palästinensische Film „Ticket to Jerusalem“ von Rashid Masharawi präsentiert. Der Spielfilm zeigt die beschwerliche Reise eines Filmvorführers durch die besetzten palästinensischen Gebiete nach Jerusalem. Deutsche Erstaufführungen sind der Film „Atanarjuat“ über die Inuit-Ureinwohner in Kanada und der Streifen „The Other Side“ von Chantal Akerman zum Elend in der Grenzregion zwischen Mexiko und den USA. (Internet: Kinoprogramm zur Documenta: http://www.balikinos.de ) dpa

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