Kultur : Dörrie, Praunheim und Naumann

Die Filmemacher Doris Dörrie, Rosa von Praunheim und - als prominenter Zaungast - Kulturstaatsminister Michael Naumann sind die Stars der am Mittwoch beginnenden Hofer Filmtage. Doris Dörrie, die 1985 mit "Männer" in Hof der eigene Durchbruch und der Startschuss für die neue deutsche Komödienwelle gelang, präsentiert als Uraufführung "Erleuchtung garantiert": Uwe Ochsenknecht spielt einen verlassenen Liebhaber, der Trost in einem Zen-Kloster sucht; Rosa von Praunheim ist mit dem biographischen Spielfilm "Der Einstein des Sex" über den Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld dabei, und Michael Naumann ist Gastgeber des zum zweiten Mal tagenden Bündnisses für den Film, das sich am Rande des traditionsreichen Festivals versammelt. Rund 50 Teilnehmer - darunter Produzenten, Filmförderer, Verleiher, Regisseure - wollen über verbesserte Strukturen für deutsche Filmproduktionen sprechen.

Thematischer Schwerpunkt des 33. Festivals in der oberfränkischen Kleinstadt sind laut Filmtage-Gründer und Chef Heinz Badewitz, sind Filme über soziale Konflikte, über Trennungen, Drogen, Obdachlosigkeit. Gezeigt werden insgesamt 51 Spielfilme, sechs Dokumentar- und 30 Kurzfilme, allesamt als deutsche Premieren. Im Mittelpunkt stehen mit 23 Filmen wie immer deutsche Produktionen, darunter Arbeiten von Fred Kelemen ("Abendland"), Veit Helmer ("Tuvalu") und Torsten Schmidt ("Schnee in der Neujahrsnacht").

Auch den Auftakt wird indirekt Doris Dörrie bestreiten. Premierenfilm am Mittwoch ist die Fünf-Episoden-Geschichte "Midsommar-Stories", eine Produktion von Studenten der Filmhochschule München, die unter ihrer Anleitung entstanden ist.

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