Kultur : DOKUMENTARFILM

Stealing Klimt

Christina Tilmann

Es war der teuerste Klimt der Welt: Für 135 Millionen Dollar ersteigerte der amerikanische Unternehmer und Kunstmäzen Ronald S. Lauder die „Goldene Adele“ („Adele Bloch-Bauer I“) im Juni 2006, um sie in seiner Neuen Galerie in New York zu zeigen. Vorangegangen war ein Restitutionskrimi: Jahrzehntelang hatte sich die österreichische Regierung geweigert, fünf von den Nationalsozialisten geraubte und im Belvedere in Wien gezeigte Klimt-Gemälde an die Nachkommen von Adele Bloch-Bauer, nämlich ihre Nichte Maria Altmann, zu restituieren. Erst nach einem aufsehenerregenden Prozess wurden ihr die Bilder 2006 zugesprochen. Die Dokumentarfilmer Jane Chablani und Martin Smith verfolgen den Rechtsstreit parteiisch, mit viel emotionaler Musik unterlegt, aber ohne die Brisanz voll auszuschöpfen. Braver Film über ein spannendes Thema. Christina Tilmann

„Stealing Klimt“, GB 2006,

88 Min., R: Jane Chablani

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