Kultur : DOKUMENTARFILM

Comrades in Dreams

Jens Müller

Uli Gaulke ist ein Filmverrückter. Er hat nicht nur Regie in Potsdam studiert, sondern auch in Berliner Kinos als Filmvorführer gearbeitet und ein Programmkino aufgemacht. Für seinen neuen Dokumentarfilm besuchte er Gleichgesinnte in Burkina Faso, Indien, den USA und Nordkorea: vier Kinomacher in ihren Provinzkinos an den Enden der Welt, die nichts voneinander wissen, aber alle die gleiche Filmleidenschaft fühlen – Traumkameraden. Das ist hübsch anzusehen und stimmt zugleich etwas wehmütig. Der Film hat etwas von einem Abgesang. In Großaufnahmen zeigt Gaulke die alte analoge Technik, die großen schweren Filmrollen. Und die Menschen, die in die Filmsäle strömen: das gemeinschaftsstiftende Moment des Kinos. Wie lange wird es das im Zeitalter von HD- DVD und Blu-Ray Disc noch geben? Schöne, wehmütige Cineasten-Hommage.Jens Müller

„Comrades in Dreams –

Leinwandfieber“, D 2006,

94 Min., R.: Uli Gaulke

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