Kultur : DOKUMENTARFILM

Holunderblüte

Christina Tilmann

Der Schnee in den Alleen, die Sonne auf dem Schilf, der Wind über den Wassern: Ostpreußen ist schön. So schön, dass es Dokumentarfilm-Veteran Volker Koepp immer wieder hintreibt. Das fünfte Mal hat er sich mit „Holderblüte“ die „fremde Heimat“ zum Thema genommen, es sollte der Abschlussfilm seiner Reihe werden. Und wie es sich dafür gebürt, gehört er der Zukunft. Sprich: den Kindern. Den Kindern, die in der Gegend um Kaliningrad auf dem Land aufwachsen. Doch eine rechte Zukunft haben sie alle nicht, diese Knirpse, die da auf dem Steg am Wasser hocken und verlegen schweigen, wenn sie nach Träumen gefragt werden. Alkohol sei das Hauptproblem im Umgang mit den Erwachsenen, klingt es unisono von allen Befragten. Man glaubt es, sieht man die verwahrlosten Gehöfte. Und ahnt nichts Gutes für die Zukunft dieser Kinder. Berührend. Christina Tilmann

„Holunderblüte“, D 2007,

89 Min., R: Volker Koepp

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