Kultur : DOKUMENTATION Von einem der auszog –

Wim Wenders’ frühe Jahre

Dorothee Tackmann

Hier geht es um die frühen Arbeiten des Wim Wenders wie „Alice in den Städten“, lange vor dem internationalen Durchbruch mit „Der Himmel über Berlin“. Um den schweigsamen Mitbegründer des Neuen Deutschen Films, um den Mann, der seine Lebenspartnerinnen jeweils zu den Hauptpersonen seiner Filme machte, geliebt und geschmäht für die Nachdenklichkeit seiner Autorenfilme. Eine Nachdenklichkeit, die Marcel Wehn auf seinen Film überträgt. Er beobachtet Wenders, wie er mit Rucksack über eine Hallig läuft, im Auto den Ort „Himmelreich“ nur wegen des Namens ansteuert oder über den Fotos seiner Mitstreiter grübelt. Die frühen Gefährten packen auch zögernd aus – man glaubt einer Gesprächstherapie beizuwohnen. Persönliches und sehenswertes Filmemacherporträt. Dorothee Tackmann

„Von einem, der auszog – Wim Wenders frühe Jahre“, D 2007, 100 Min., R: Marcel Wehn

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