Kultur : DOKUMENTATION

Hippie Marsala

Christina Tilmann

Sie kamen wegen der Drogen, natürlich. Und wegen der Partys am Ufer des Hampi, und wegen einer Idee von Freiheit, und auch, weil mal der strenge, mal der reiche Vater kein Verständnis dafür hatte, dass der Sohn sein eigenes Leben leben wollte. Tausende westlicher Hippies zogen ab Mitte der Sechziger nach Asien: meistens nach Indien. Einige blieben ihr Leben lang. Fünf von ihnen hat der Schweizer Dokumentarer Ulrich Grossenbacher gemeinsam mit der Ethnologin Damaris Lüthi besucht und mit „Hippie Masala“ einen eher nachdenklichen Film über die einstigen Flower-Power-Träume gedreht. Denn auch wenn die Lebensentwürfe der Protagonisten durchaus nicht der bunten Komik entbehren: am Ende sind es doch eher tragische Schicksale, die mehr von Scheitern als von Glück erzählen. Nachdenkliche Flower-Power-Zeitreise. Christina Tilmann

„Hippie Marsala“, Schweiz 2006, 93 Min., R: Ulrich Grossenbacher und Damaris Lüthi

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