Kultur : DOKUMENTATION

Ich habe Euch nicht vergessen

Silvia Hallensleben

„Ich jagte Eichmann“ hieß das wohl bekannteste seiner Bücher. Wer Simon Wiesenthal war, muss man in den USA und Europa wohl niemandem mehr erklären. Doch wie wurde ein junger aufstrebender Architekt zum bedeutendsten Nazi-Verfolger der Welt? Der Dokumentarfilm „Ich habe Euch nicht vergessen“ nimmt sich vor, Leben und Wirkung dieses exemplarischen Überlebenden von seiner Geburt 1908 im heute ukrainischen Buczacz bis über seinen Tod 2005 hinaus nachzuzeichnen. Ein außerordentliches, in seiner Entschlossenheit beispielhaftes Leben. Enttäuschend deshalb, dass der vom Simon-Wiesenthal-Center verantwortete und dessen Hausautor Richard Trank inszenierte Film in der Wahl ihrer ästhetischen Mittel so effekthascherisch gewöhnlich daherkommt. Enttäuschendes Porträt eines außerordentlichen Mannes. Silvia Hallensleben

„Ich habe Euch nicht vergessen“, USA 2007, 105 Min., R: Richard Trank

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