Kultur : DOKUMENTATION

Jesus Camp

Frederik Bombosch

„Wann immer ich jemandem begegne, spüre ich, wenn die Person nicht christlich ist. Es ist ein Gefühl in meinem Bauch. Ein Ekel“, sagt Levi, ein 12-jähriger Bengel aus dem mittleren Westen der USA. Levis Eltern sind evangelikale Christen. Damit ihr Sohn mit nichts anderem als der „reinen Lehre“ in Berührung kommt, unterrichten sie ihn selbst. Als „christliche Rechte“ werden die Evangelikalen häufig bezeichnet, die hinter George W. Bushs Wahlerfolgen stehen. Rachel Grady und Heidi Ewing haben sich in „Jesus Camp“ darauf konzentriert, wie die Evangelikalen kleine Kinder zu religiösen Fanatikern erziehen. Mit der Kamera begleiten sie die Predigerin Becky Fischer, die Jugendcamps in North Dakota abhält. Fischer predigt Hass und Krieg gegen Andersgläubige – und versucht in Interviews auch gar nicht, das zu kaschieren. Erschreckend.Frederik Bombosch

„Jesus Camp“, USA 2006,

84 Min., R: Rachel Grady u. Heidi Ewing

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