Kultur : DOKUMENTATION

Close up Kurdistan

Mirko Heinemann

Aufgewachsen im kurdischen Teil der Osttürkei, ist der in Deutschland lebende Regisseur Yüksel Yavuz immer auch Augenzeuge des dortigen Konflikts gewesen. Er reist an die Stätten seiner Jugend und spricht mit ehemaligen kurdischen Kämpfern, aber auch mit türkischen Soldaten. Schnell werden die Zusammenhänge sehr komplex, der Film zählt die Vielzahl der Ethnien auf: Armenier, Araber, Türken, Kurden. Assoziativ schneidet Yüksel Yavuz alte Reden von Atatürk, Aufnahmen von Soldatenmärschen und Militärputsch zusammen. Er besucht seine Eltern und schaut sich Kinderbilder an. Leider ist die Erzählweise des Films recht inkonsistent, die Haltung des Autors bleibt im Ungefähren. Seinen Interviewpartnern kommt er selten richtig nah, oftmals verharrt das Gespräch im Allgemeinen, die wahren Gefühle bleiben mitunter im Dunkeln. Nur für Insider. Mirko Heinemann

„Close up Kurdistan“, D 2007, 104 Min., R: Yüksel Yavuz

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